Leise steigt das Glück der Lüfte,
schöner wird ein jeder Ton;
Im Garten liebevoll die Düfte
leben wie in allen Zeiten schon.

(© M.B. Hermann)

Gedanken zum 60. Geburtstag

Der 60igste Geburtstag ist ein besonderer Geburtstag. Viele Menschen stehen vor der Pensionierung. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Zeit muss neu definiert oder ausgefüllt werden. Hier erhalten Sie Gedanken mit schönen Gedichten, Sprüchen und Wünschen zum 60. Geburtstag

© Bild Monika Minder, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos verwendet werden. Z.B. für eine Karte > Nutzung Bilder

Bild-Text:

Der Himmel öffnet sich, wenn wir der Zuversicht Raum lassen.

(© Monika Minder)

Gedanken zum 60igsten - geburtstagsspezifisch sozusagen

Jetzt ist es soweit

Ich dachte immer, mir passiert das nie. Das mit dem Sechzig werden. Nur den anderen. Den Alten mit den grauen Haaren, die da nun herumbrummen, weil ihnen langweilig ist, die krank werden, weil sie keine Aufgabe mehr haben. Und die, die bald in Pension gehen oder schon sind und viel Freizeit haben, die Enkel herumschieben und laut sind, weil sie nicht mehr gut hören. Nur denen passiert das, mir nicht.

Und jetzt ist es doch soweit, und ich bin noch da. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Denn selbstverständlich ist das nicht. Ich will dankbar sein. Es hat Kraft gekostet und war lehrreich. Zudem, mit der Pensionierung und diesen elendiglich langen Tagen, die man zur Verfügung haben wird, geht es ja doch noch ein Weilchen.

Wir wollen in der Gegenwart bleiben und erst einmal diesen verflixten 60igsten Geburtstag über die Bühne bringen. Weil, feiern wäre gut und so Leute einladen, die einem wahnsinnig viel bedeuten. Manche laden auch welche ein, die ihnen nichts bedeuten, nur damit sie eine mega Party feiern können. Ein bisschen dämlich finde ich das schon.

Und mal ehrlich, wer bedeutet einem wirklich viel? In wessen Menschen Nähe fühlen wir uns wohl und ernst genommen. Auf welche Menschen können wir zählen, wenn es darauf ankommt? Das sind unter dem Strich womöglich nicht so viele.

Als der Onkel einer Freundin 85 wurde, hat er nebst Familie und Nachbarn alle möglichen Leute eingeladen, die ihm zwar verwandt sind, die ihn aber sonst nie besuchten. Nicht einmal, als er krank im Spital lag.

Ehrlich gesagt, diese Verwandtschaft könnte mich mal und überhaupt, weniger kann mehr sein. Schliesslich wäre wohlfühlen an einem Geburtstagsfest doch das A und O. Und dann dieser Stress im Vorfeld. Schlimmer noch als Weihnachten.

Musik wäre gut und ein bisschen tanzen wäre schön. So wie früher. Nur, wer kann gut tanzen? Heute hocken alle nur noch vor irgendwelchen Bildschirmen und leben sich passiv einen ab. Die sind doch alle nicht besser als ich.

Jedenfalls werde ich mir die Sache mit der Geburtstagsfeier sehr sehr gut überlegen. Vielleicht verreise ich ja, tauche unter sozusagen. Oder eine ansteckende Krankheit überrumpelt mich ein paar Tage vorher. Eine Magen-Darm-Grippe wirkt besonders abgrenzend. Aber auch eine Depression würde hinhauen. Oder moderner wäre es zu sagen, ich hätte keine Zeit, ich müsse unbedingt die Welt retten. Zwecks Klimakatastrophe würde das womöglich auf Verständnis stossen.

Tief eingepflanzte Traditionen sind schwer zu durchbrechen und auch ich bin hin- und hergerissen. Geburtstagsfeier ja oder nein? Es braucht schon Mut, sich zu erheben und zu sagen: Nein!

(© M.B. Hermann, 12. Jan. 2020)

Gedicht

Ich weiss nicht, wie mir ist

Ich weiß nicht, wie mir ist!
Ich wandle einsam durch den Wald
Und bleibe steh'n und eile bald.
Ich zieh' bergauf und zieh' thalein
Und mag an keinem Orte sein,
Ich weiß nicht, wie mir ist.

Ich weiß nicht, wie mir ist!
Ich wach' bei Nacht und träum' bei Tag
Und wenn ich mich nun selber frag',
Warum sich Alles so verkehrt
Und was mein leichtes Herz beschwert,
Ich weiß nicht, wie mir ist.

Ich weiß nicht, wie mir ist!
Denn wenn ich jauchze voller Lust,
Bebt doch das Herz in tiefster Brust
Und was mich gestern noch gefreut,
Das hab' ich heute schon gescheut,
Ich weiß nicht, wie mir ist.

(Heinrich von Reder, 1824-1909, deutscher Dichter)

Himmel-Wolken mit Spruch

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Bild-Text:

Sterne sind der Hoffnungsschweif, der uns durch die Ewigkeit begleitet.

(© Beat Jan)

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