Jedem Monat blüht sein Schönes,
Selbst in Sturm und Schnee und Eis;
Wenn man's nur zu finden weiss!

(Johann Heinrich Voß, 1751-1826)

Geburtstags-Gedicht (Spruch) des Monats

Jeden Monat ein schönes Gedicht, ein Spruchbild zum Ausdrucken auf eine Karte oder ein kleiner feiner Geschenktipp sowie eine tiefsinnige Lebensweisheit.

Gedicht des Monats Oktober

Ins neue Glück

In meinem Garten,
eine Sonnenblume,
Kopf nach unten,
Samen bröseln
ins neue Glück.
Die Tage
liegen noch
im Licht.

(© Monika Minder)


© Bild Monika Minder, darf NICHT im Internet und nicht kommerziell genutzt werden. > Glück findet sich

Bild-Text:

Glück findet sich in den kleinen Dingen, die das Leben zu einer grossen Summe machen.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Der nur das Leben träumt, kann mir nicht Leben geben. Und der es lebt, der nimmt mir meinen Traum! In uns allen ist Traum und Leben eines.

(Peter Altenberg 1859-1919)

> Herbstgedichte und Sprüche

Gedicht des Monats September

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr gross.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und
jage die letzte Süsse in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)


Sonnenblume mit Bienchen

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> Danke sagen Gedichte u. Sprüche

S P R U C H
Wo wir achtsam leben, leben wir liebend, leben wir.

(© Monika Minder)

Gedicht des Monats August

Die Tage gehen

Die Tage gehen mit den Tagen: Sie fliegen.
Kaum ist man geboren,
ist schon ein halbes Leben um
und nichts bleibt ungeschoren.

Man wird reif und nicht mehr rot
und nichts gibts zu bedauern.
Ausser man wäre zeitig tod;
das Laub liegt auf der Lauer.

Bald reisen wir, wenn auch nur im Traum,
durch Raum und Zeit und unterm alten Baum.
Weiser und weiser und doch ist man nicht still,
alles geht und alles bleibt und immer noch "ich will".

So dreht sich alles stets im Kreise
und eines Tages, vielleicht
die Wünsche werden leise
und von vorn beginnt das ewig Weise.

(© Monika Minder)

Stofftasche rosa mit Spruch

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Bild-Text:

Eine Welt ohne Freundschaft ist eine Welt ohne Sonne.

(© Monika Minder)

> diese Tasche mit Spruch schenken

S P R U C H
Alles in der Welt ändert und bewegt sich im Kreise. Auch der Mensch ändert sich, nur sehen wir nicht den ganzen Kreislauf, den er vollbringt, weil wir uns selbst bei diesem Kreislauf in einem Punkte des Kreises befinden.

(Leo Tolstoi, 1828-1910)

Gedicht des Monats Juni

Sommermohn

Jetzt, das Glück wie Sommermohn
in den Händen halten, Gräser berühren
und was sich ändert begreifen.
Fremdes hereinlassen und spüren,
dass wir Grosses nur streifen.

Jetzt, das Glück wie Sommermohn
begreifen, Hände berühren und
die Seele mit Zärtlichkeiten streicheln –
weil Glück Liebe braucht.

(© Monika Minder)


drei Mohnblumen in Wiese

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Bild-Text:

Es sind die kleinen leisen Augenblicke, die die Summer der Liebe ausmachen.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Wir blicken so gern in die Zukunft, weil wir das Ungefähre, was sich in ihr hin und her bewegt, durch stille Wünsche so gern zu unsern Gunsten heranleiten möchten.

(Goethe, 1749-1832)

> kurze Sommergedichte

Gedicht des Monats Juni

Die Liebe

Das höchste Glück, das uns beschieden,
Es ist der Liebe Seligkeit,
Sie hebt uns über Raum und Zeit,
Schafft uns ein Paradies hienieden,
Im Wonnetaumel schwelgt die Brust,
Fasst nicht die unnennbare Lust.

Wie öd' ist doch das Erdenleben
Ihm, dem die Sehnsucht nie erwacht,
Der nie gefühlt der Schönheit Macht,
Die tausend Grazien umschweben,
Dem nie getagt der Gluthmoment,
Wo Seel' und Seele sich erkennt;

Wo nun das Aug' den Himmel offen
Im Auge der Geliebten sieht,
Die Welt vor unserm Blick' entflieht,
Wo sich erfüllt das schönste Hoffen:
O, der hat nimmer ja gelebt,
Den nicht der Liebe Gluth durchbebt.

(Friedrich Wilhelm Gabriel, 1784-1864)

Naturbild mit türkisgelbem Himmel

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Bild-Text:

Liebe ist ein ewiges Geschenk.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Wir wissen nicht, warum wir geliebt werden und können es nicht verstehen; aber es ist ein seliges Gefühl, das uns über die schwere Wolkendecke des Lebens zur Sonne emporträgt.

(August Pauly, 1850-1914)

Gedicht des Monats Mai

Der Mai ist schön

Der Mai ist schön. Meistens jedenfalls.
Ein erster Regen hat das Gelbe weggeschwemmt,
weisse Blüten leuchten noch, wie damals.
Der Mai ist schön. Er hat was zu berichten.
Ich wüsste gerne mehr von dir;
Komm, erzähl mir deine Geschichten.

(© Monika Minder)

S P R U C H
JEDER GELIEBTE MENSCH IST DER MITTELPUNKT EINES PARADIESES.

(Novalis, 1772-1801)

Gedicht des Monats April

Er ist's

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süsse, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
- Horch, von fern ein leiser Harventon!

Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

(Eduard Mörike, 1804-1875, deutscher Lyriker)

> Gedicht auf Englisch und mit Interpretation

Karte mit blauem Schmetterling und dem Gedicht er ists von Mörike

G E D A N K E

BLUMEN, SCHMETTERLINGE UTOPIEN
Wo wir Angst haben, vor Sachen, die man leicht zerstören, und wenn, für immer, nichts verändern kann. Grosses findet kaum mehr statt. Ausser das Erwachen des Frühlings, das sich wiederholt wie ein Refrain und dadurch akzeptiert und (zu) selbstverständlich wird.

Wie viel es ausmacht, blau und grün und gelb, das Leise, das sich einfach so vor unsere Fenster stellt...

(© Monika Minder)

L E B E N S W E I S H E I T
ES GIBT QUELLEN DER FREUDE, DIE NIE VERSIEGEN: DIE SCHÖNHEIT DER NATUR, DER TIERE, DER MENSCHEN, DIE NIE AUFHÖRT.

(Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi 1828-1910, russischer Erzähler)

Gedicht des Monat März

Vorfrühling

Noch kein Blättchen am Baum,
Blümelein kaum
auf dem grünlichsten Rasen,
Nur Gänseblümlein weiß,
blau Ehrenpreis
dort im Acker, im blassen -
und ein Tröpfchen von Tau
grün hier - dort blau
und in Ferne der golden
erglühende Saum
an Wolken - der Traum
von der Sonne - der gleich holden.

(Hans Scholl, 1918-1943, deutscher Widerstanskämpfer)

Schriftbild, schwarze Schrift auf weissem Hintergrund mit gelben Ecken

© Bild Monika Minder, darf NICHT im Internet und nicht kommerziell genutzt werden.

Bild-Text:

Jeder Frühling trägt den Zauber eines Anfangs in sich.

(© Monika Minder)

L E B E N S W E I S H E I T
Die Sonne scheint für dich – deinetwegen; und wenn sie müde wird, beginnt der Mond, und dann werden die Sterne angezündet. Es wird Winter, die ganze Schöpfung verkleidet sich, spielt Verstecken, um dich zu vergnügen. Es wird Frühling; Vögel schwärmen herbei, dich zu erfreuen; das Grün sprießt, der Wald wächst schön und steht da wie eine Braut, um dir Freude zu schenken. Es wird Herbst, die Vögel ziehn fort, nicht weil sie sich rar machen wollen, nein, nur damit du ihrer nicht überdrüssig würdest. Der Wald legt seinen Schmuck ab, nur um im nächsten Jahr neu zu erstehen, dich zu erfreuen.... All das sollte nichts sein, worüber du dich freuen kannst? Lerne von der Lilie und lerne vom Vogel, deinen Lehrern: zu sein heißt: für heute dasein – das ist Freude. Lilie und Vogel sind unsere Lehrer der Freude.

(Søren Aabye Kierkegaard, 1813-1855)

Gedicht des Monats Februar

Vergiss-mein-nicht

Noch funkeln Sterne und locken
tänzelnd mit ein paar Schneeflocken.
Es fliesst ins Herz ein warmes Licht
VERGISS - MEIN - NICHT.
Bald tanzen Blütenflocken
und wir gehen barfuss ohne Socken.

(© Jo M. Wysser)

Schriftbild, schwarze Schrift auf weissem Hintergrund mit gelben Ecken

© Bild Monika Minder, darf NICHT im Internet und nicht kommerziell genutzt werden. Darf für eine private Karte ausgedruckt werden. > Nutzung Bilder

Bild-Text:

A world without friendship is a world without sun.

(© Monika Minder)

Tasse Spruch Friendship

L E B E N S W E I S H E I T
Um den vollen Wert des Glücks zu erfahren, brauchen wir jemand, um es mit ihm zu teilen.

(Mark Twain, 1835-1910)


Gedicht des Monats Januar

Träume

Manchmal entfalten sich Träume auf Bildern, der Tag wird fensteroffen, ein paar Vögel zwitschern blauen Himmel in den erwachenden Tag, und du mittendrin, weitherzig und nah am Glück.

(© Monika Minder)

Schriftbild, rosa Schrift, Spruch auf weissem Hintergrund

© Bild Monika Minder, darf NICHT im Internet und nicht kommerziell genutzt werden. Darf für eine private Karte ausgedruckt werden. > Nutzung Bilder

Bild-Text:

Glück braucht Flügel
bis zum Himmel und zurück.

(© Jo M. Wysser)

L E B E N S W E I S H E I T
Die Zeiten sind in uns und nicht wir in ihnen.

(Ernst Barlach, 1870-1938)

Schöne Geburtstagswünsche

Kurze Sprüche und kleine Gedichtchen mit allgemeinen und poetischen Geburtstagsglückwünschen und Texte für Gratulationen und Glückwünsche.

Liebes- und Lebenssprüche

Schöne und tiefsinnige Sprüche und Aphorismen über das Leben und die Liebe. Kurze Zitate und gute Texte zum Nachdenken oder Schenken.

Zitat des Tages

Schöne Sprüche und Texte. Immer mal wieder vorbeischauen lohnt sich. Kluge Zitate für viele Gelegenheiten, zur Inspiration oder einfach so.

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