Der Schwester am Geburtstage

Schöne Geburtstagsgedichte und kurze Sprüche und Lebensweisheiten für die liebe Schwester von klassischen und modernen Autoren sowie Geschenk-Tipps.

Der Schwester am Geburtstage

Du wurdest uns an diesem Tag geboren;
Dich, Schwester, hat der Gütige erkoren,
Der Eltern Trost in jedem Schmerz zu sein,
Und deine Tage ihrem Wohl zu weih'n.

Der Hoffnung Stern war ihnen aufgegangen,
Die Mutter küsste freudig deine Wangen,
Als sie zum ersten Mal, mit stiller Lust,
Dich drückte an die mütterliche Brust.

Da hörte sie den leisen Ruf ertönen:
Ihr Dasein wird dein Erdenglück verschönen!
O! täusche die gerechte Hoffnung nicht,
Erfülle froh des guten Kindes Pflicht!

Ertrage gern die Lasten der Geschäfte!
Dich schmücken ja der muntern Jugend Kräfte
Die Gott dem Kind, das seine Pflichten übt,
Mit Liebe segnet, und mit Liebe gibt.

Verbanne du die tausendfachen Sorgen!
Die drücken schwer vom Abend bis zum Morgen;
Dann lohnet reichlich dich Zufriedenheit
Des Vaters, und der Mutter Zärtlichkeit

Ach! Schwester, sei, was nimmer ich kann werden,
Der Eltern Hilfe und ihr Stab auf Erden!
Ich fühl' es schmerzlich, mich umgibt die Nacht;
Du sollst es sein, durch die der Tag erwacht.

(Luise Egloff 1802-1835, schweizer Dichterin)




Und siehe da, wenn ich mit meiner Schwester davon rede, so erfahre ich, was ich durch ein vielleicht stundenlanges Brüten nicht herausgebracht haben würde.

(Heinrich von Kleist, 1777-1811)

Meiner Schwester

Dieser schöne Tag, er bringt
Viel Schönes dir hervor.
Ein Vöglein dir von Herzen singt
Von Liebe in dein Ohr.

Geniess den Augenblick jetzt umso mehr
Die Zeit wird neu geboren.
Es ist die Seele, die begehrt
Was lange eingefroren.

(© Monika Minder)

Liebst Du das Leben? Dann verschwende die Zeit nicht, denn daraus ist das Leben gemacht.

(Benjamin Franklin, 1706-1790)

Auf Flügeln des Gesanges

Auf Flügeln des Gesanges,
Herzliebchen, trag ich dich fort,
Fort nach den Fluren des Ganges,
Dort weiss ich den schönsten Ort.

Dort liegt ein rotblühender Garten
Im stillen Mondenschein;
Die Lotosblumen erwarten
Ihr trautes Schwesterlein.

Die Veilchen kichern und kosen,
Und schaun nach den Sternen empor;
Heimlich erzählen die Rosen
Sich duftende Märchen ins Ohr.

Es hüpfen herbei und lauschen
Die frommen, klugen Gazelln;
Und in der Ferne rauschen
Des heiligen Stromes Welln.

Dort wollen wir niedersinken
Unter dem Palmenbaum,
Und Liebe und Ruhe trinken,
Und träumen seligen Traum.

(Heinrich Heine 1797-1856, deutscher Dichter, Schriftsteller)

Man bringt immer etwas im Zimmer an, damit es häuslich, heimlich und schön sei. Man bringt immer etwas im Leben der anderen an, damit es dem Nächsten wohl wird: Wahrheit, Ruhe, Liebe und Glaube.

(Hermann Oeser 1849-1912)



Hymne

Ich liebe dich, du meines Lebens Wonne,
Und werd' dich lieben bis zur Sterbestunde
So wie der Frühling liebt in bunter Runde
Der Blumen Schmelz, den lichten Strahl der Sonne!

Ich liebe dich im Glücke meiner Tränen,
Die mir dein Bildnis im Kristalle geben,
So wie der Wand'rer liebt im Wüstenleben
Der Quelle Strahl, nach dem die Lippen brennen!

Ich liebe dich in allen Morgenstrahlen,
In jeder Blume und in jedem Sterne
Und wenn mir hold die Muse, bet' ich gerne
Zu dir empor, wie zu den Engeln allen!

Ich liebe dich, wie nur ein Sklav' die Freiheit,
Ein Märtyrer den ew'gen Himmel liebet;
Ob Freude mich entzückt, mich Schmerz betrübet:
Ich liebe dich in ewig süßer Neuheit!

Ich liebe dich, weil stets dein Auge kündet
Mir armen Sterblichen die ew'ge Jugend,
Weil es mich glauben läßt an fromme Tugend,
An Gott, an dich, an Liebe, die nie schwindet!

Und wie das Menschenherz in seinen Nöten
Ein Heil'genbild, ein Ideal verehret,
Zu dem es - abgefallen - wiederkehret
Um es in heil'ger Inbrunst anzubeten:

So bet' ich an - kein Bild der Menschenhände,
Kein Ideal in seliger Verblendung, -
In dir, in dir, im Werke der Vollendung:
Der Welten Schöpfer ohne Ziel und Ende!

Denn Gott allein ist Wahrheit, Lieb' und Leben
Und du Geliebte gleichst nur seinem Bilde!
Er schuf dich einst in seiner ew'gen Milde
Um zur Bewund'rung sich uns selbst zu geben!

(Demeter Freiherr von Petrino, 1796-1856)

aus dem Rumänischen von Ludwig Adolf Simiginowicz-Staufe, 1832-1897.



Komm Schwester

Komm Schwester, gib mir Deine Hand
Wir wolln gemeinsam ein Stück Weges ziehn
Im Schatten, wo die grauen Blumen blühn
Und abseits schreitend, alle Laute fliehn
Komm Schwester–

Die Schattenkühlen... Schwesterlein
Sie kühlen jedes Leid so zart und lind
Wie Kinderkuss, wie weicher weisser Wind
Die Schatten kühlen und die Nacht ist blind

Hüll deine Trauer in sie ein
Du kleine liebe Kummerkönigin
Komm Gute - - Zielirr, ohne Zweck und Sinn
Und schweigend schreiten wir still für uns hin
Durchs Dunkel - -

(Alfred Lichtenstein 1889-1914, deutscher Schriftsteller)

Für dich soll es die schönsten Blumen regnen...


Margerienblüte in lila

© Bild Monika Minder, darf privat=nicht im Internet, kostenlos genutzt werden.

Bild-Text

Schau zurück und lerne das Leben in Momente zu teilen nicht in Jahre

(Wilfried Owen, 1893-1918)

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