Gedanken - Blog

Neue Lebensabschnitte regen zum Nachdenken an. Hier einige Gedanken mit Sprüchen und Gedichten zum Geburtstag oder für andere Neubeginne.

Wünsche vor ... 30, 40, 50, 60...

Machen Sie sich eigentlich Gedanken darüber, was Sie bis zum nächsten runden Geburtstag gemacht, erlebt, in Angriff... genommen haben möchten?

Einen Yoga- oder Nähkurs, ein Instrument lernen, einen Blog schreiben, eine Fremdsprache lernen, ins Theater gehen, ein Restaurant eröffnen, eine coole Mottoparty veranstalten oder trivialer, mal wieder richtig schön aufräumen und Möbel umstellen oder...

.... einfach nur mal die Welt retten...

Manche Wünsche sind leicht umzusetzen, wenn wir tun, statt nur wollen, wie Goethe sagte. Andere tragen wir vielleicht aus der Kindheit als grossen Traum in uns. Vielleicht wollten wir Prinzessin werden oder Astronaut, Schauspieler, Sängerin oder Tänzerin, und unbewusst sind unsere Energien in diese Richtung gelaufen, wenn wir Mode-Verkäuferin oder Hobbypilot geworden sind, im Verein singen oder Theater spielen, in einer Tanzformation mitmachen...

Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen. Vorboten dessen, was wir zu leisten im Stande sein werden. Was wir können und möchten stellt sich unserer Einbildungskraft ausser uns und in der Zukunft dar; wir fühlen eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im Stillen besitzen. So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausgreifen das wahrhaft Mögliche in ein erträumtes Wirkliches.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)

Wie älter wir werden, wie häufiger kommen die Ausreden. Als Kind in der Unterstufe wollte ich unbedingt Handharmonika spielen lernen. Was ich tatsächlich durfte. Instrument und Unterricht kosteten viel Geld, und deshalb war das durchaus nicht selbstverständlich.

Als ich mit etwa vierzehn nach einer Gitarre schrie und die Handharmonika auf den Estrich verfrachtete, waren meine Eltern denn auch nicht wirklich erfreut.

Der Ruf nach einer Gitarre wurde folglich nicht erhört. Es musste aber unbedingt eine Gitarre sein, denn die neu entstandene Vorliebe für Pop und Rockmusik konnte ich damals so gar nicht in Einklang bringen mit einer Handharmonika.

So blieb das Thema liegen. Nicht ganz, ich träumte den Traum einfach weiter und kaufte mir irgendeines Tages, es war viel Zeit vergangen, eine Gitarre. Ich war schon über 50 und es war gut.

Der richtige Zeitpunkt wird kommen, und wenn es wirklich in uns drinnenn ganz fest drängt, dann muss man ihn beim Schopf packen.

Es war an einem Vorfrühlingstag, ich weiss es noch ganz genau. Ich sah diese Werbung im Internet und schwupps, schon hatte ich die Probelektion bestellt. Eine Gitarre stand schon länger im Schrank und diese wartete nur darauf, in Aktion treten zu können.

Noch bevor ich die Probelektion durchgearbeitet hatte, wusste ich, das ist es. Und so war es. Der Kurs ist absolut empfehlenswert. Aber schauen Sie doch einfach selber:

> Fernkurse Gitarre und Klavier


Und wer weiss, vielleicht spielen Sie an Ihrem nächsten runden Geburtstag Ihren Gästen bereits den ersten Song vor.

Gitarrenset kaufen


Ich lass es mir nicht ausreden. Glückseligkeit ist in, ausser, neben uns, durch uns und ohne uns zu finden.

(Rahel Varnhagen von Ense, 1771-1833)

(© Artikel geschrieben von Jo M. Wysser)





Zum neuen (Lebens) - Jahr

Das alte Jahr abgewetzt, wie Hände aus Schmirgelpapier faltet es sich in die letzten Stunden. Die Uhren schlagen Bedenkzeit. Doch worüber sollen wir noch nachdenken, wo uns alles vor die Augen "genewst" wird und wir so tun, als wenn wir längst alles wissen?

Scheinen ist das neue Sein.
(© Monika Minder)

Blender sind wir geworden. Wichtigtuer. Sogar schneien müssen wir. Die Gier geht um, nicht nur nach materiellen Gütern, mehr noch nach Aufmerksamkeit. Was ist passiert? Wo haben wir uns verloren, wir, die Aufmerksamkeit und ich? Und was haben wir dabei alles verloren?

Aufmerksamkeit ist das Leben.
(Goethe, 1749-1832)

Wo wir auf den Sternen reiten und den Himmel nicht mehr sehen und doch nicht jünger werden mit den Jahren. Kann es da schaden, uns selber, unseren ureigensten Bedürfnissen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, statt nur zu fordern, zu blenden, zu scheinen...?

Die schlimmste und verbreiteste Krankheit, die uns alle, unsere Literatur, unsere Erziehung, unser Verhalten zueinander durchseucht, ist die ungesunde Sorge um den Schein.
(Walt Whitman, 1819-1892)

Weihnachtsfeste sind im Gegensatz zu Geburtstagen etwas anders. Es geht um alle und nicht um uns selber. Obwohl die Übertrumpfung der Geschenke, mmh.... Meist ist es ja doch nur ein Tauschgeschäft. Schenken sollte selbstlos sein und ohne Erwartung.

Ich sehe, da haben wir noch einiges zu lernen.

Ich wünsche Ihnen völlig selbstlos ein gesundes und zufriedenes neues Jahr. Und denken Sie daran:

Für Zufriedenheit muss ich etwas tun. Zufriedenheit finden wir in der Leidenschaft.
Was wir leidenschaftlich tun, erfüllt.
(© Jo M. Wysser)

(© Artikel geschrieben von M.B. Hermann)


Licht und Nebel mit Baum

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke=offline (Karten, Mails) gratis genutzt werden. > Nutzung Bilder





Geburtstagskind Weihnachtskind

Um die Weihnachts- oder Neujahrszeit Geburtstag haben, ist schon besonders, aber direkt am Weihnachtstag oder Silvester, das ist schon sehr speziell. Für Eltern wie für Kinder. Die Frage, wie man einen Geburtstag an Weihnachten oder Silvester organisieren will, liegt hier auf der Hand. Vor allem für Kinder, die sich benachteiligt fühlen können, weil beides zusammen fällt.

Vielleicht am Mittag Geburtstag feiern und abends Weihnachten. Oder Geburtstag an Weihnachten und Weihnachten an Heilig Abend oder Stefanstag. Da gibt es sicher Möglichkeiten das Fest auf den ein oder anderen Tag zu verschieben.

Silvester ist ein bisschen einfacher, weil es weniger ein Familienfest ist und dadurch besser getrennt werden kann.

Und eigentlich ist es gar nicht wichtig, an welchem Tag man Geburtstag hat und welchem man feiert. Wichtig ist, dass die Kinder an diesem Tag einen besonderen Tag erleben dürfen und besonders behandelt werden. Jugendliche wissen so etwas schon selber zu organisieren, aber auch kleinere Kinder kann man bei den Vorbereitungen mit einbeziehen.

(© Artikel geschrieben von Hanna Schnyders)

Geburtstagskind und Weihnachtskind,
Engel fliegen im Sommer und im Winter.
Und überall wo Kinder sind,
steht Liebe dahinter.

(© Hanna Schnyders)

Erlebnisse aufschreiben

Man müsste wieder viel mehr aufschreiben. Ich meine Erlebnisse, die man mit lieben Menschen geteilt hat. Heute macht man eher Fotos mit dem Smartphone und postet sie der ganzen Welt, statt Erlebnisse für die Angehörigen und die wirklichen Freunde festzuhalten.

Was wissen sie von mir, wenn ich nicht mehr da bin?

Ich würde mir wünschen, meine Mutter würde Briefe schreiben über alles, was sie erlebt hat, über ihre Ängste und Sorgen, ihre Wünsche und Begierden... . Auch mein Vater, meine Geschwister. Es würde vielleicht vieles klären, aufrütteln, Freude machen oder wütend.

Den anderen ein Erbe mitgeben, ihnen damit zeigen, dass wir die Zeit schön fanden, dass die gemeinsame Zeit wertwoll war. So wertvoll, sie festzuhalten und es auch einmal gesagt zu haben, dass sie wertvoll war.

(© Artikel geschrieben von Monika Minder)

Erzähl mal:
Das Erinnerungsalbum deines Lebens








Der Herbst erzählt sein Lied

Auch die Sonnenblumen müssen sterben. Wie wenn wir's nicht längst wüssten...

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Die Sache mit dem Sinn des Lebens, den Geburtstagen und der Geduld...

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Die einen feiern grosse Feste, andere kleine oder gar keine. Fakt ist, es gibt ihn einfach diesen Tag der Geburt. Geburtstag ist, weil wir auf der Welt sind. Oder umgekehrt...

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Wie alles schrumpft

Wo Hautzellen nicht mehr spannen und die Antworten lachen, wo Bäume schrumpfen und Häuser wachsen, wo Blätter nicht mehr vom Frühling erzählen und grün immer noch nicht das neue Rot ist, lernen wir nur nicken.

Mancher Kabelsalat erzählt mehr Geschichten als das Leben. Daneben lächeln wir Freundlichkeiten in den Groll. Finden statt suchen und uns durch die Heiterkeit des Sinnes tragen lassen. Wer sollte da nicht von welkenden Blättern Lieder singen können!

(© geschrieben von Monika Minder)

Was uns am Unmittelbarsten beglückt, ist die Heiterkeit des Sinnes, denn diese gute Eigenschaft belohnt sich augenblicklich selbst. Wer fröhlich ist, hat allemal Ursach', es zu sein: Nämlich eben diese, dass er es ist. Nichts kann so sehr wie diese Eigenschaft jedes andere gut vollkommen ersetzen, während sie selbst durch nichts zu ersetzen ist.

(Arthur Schopenhauer, 1788-1860)

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