Gedanken - Blog

Neue Lebensabschnitte regen zum Nachdenken an. Hier einige Gedanken mit Sprüchen und Gedichten zum Geburtstag oder für andere Neubeginne.

Kleine Freuden

Manche Tage gehen einfach so vorüber im Laufe eines Lebens. Andere sind intensiv, aufwühlend..., weil Ereignisse einen ganz anderen Takt vorschlagen, Entscheidungen gefällt werden müssen oder schlimme Nachrichten die Gedanken nicht zur Ruhe kommen lassen.

Kleine Freuden sind in diesen Zeiten besonders wertvoll.

Menschen, die zuhören und da sind. Immer wieder das Gespräch suchen, Lösungen finden und in Antworten hineinwachsen. Heisst auch, sich die Zeit nehmen für diese Phase. Übergänge, Zeiten des Umbruchs, Veränderungen, sie fordern uns heraus. Sie sollen aber nicht überfordern. Wichtig, dass wir jetzt anderes beiseite schieben, damit die Kraft reicht.

Wo wir uns im Wort finden, ist Freude.

(© Monika Minder)

Worte haben Kraft. Auch Geschichten sind wertvoll in schwierigen Zeiten. Sie tragen, unterstützen, führen uns aus dem Sog, dem Tunnel in dem wir festkleben.

(© Beat Jan, 23. Aug. 2017)

Es war einmal...

... eine Frau. Die hatte ihren Job gekündigt, ihre Beziehung gekündigt, ihren Glauben gekündigt. Denn nichts lief auch nur annähernd so, wie sie es sich wünschte. Jahrelang hatte sie dafür gekämpft, mehr geliebt zu werden, mehr Freunde, mehr Geld und wenigstens ein bisschen mehr Glück zu haben. Doch es passierte: nichts. Garnichts. Frustration und Überdruss flossen durch ihre Adern und in jede einzelne Zelle ihres Körpers. Sie hatte genug von allem, von allen, von ihrem Leben vor allem. Und davon, dass andere Menschen so viel weiter waren als sie.

Vor dem geplanten Schlussstrich ging sie zu einem Zen-Meister. Der war in der ganzen Gegend berühmt für seine Weisheit, und na ja, sein Rat kostete auch nichts.

"Kannst Du mir einen Grund nennen, nicht aufzugeben?", fragte sie den Meister.

Seine Antwort überraschte die Frau.

"Schau Dich um. Siehst Du den Farn und den Bambus hier im Garten? Als ich die Samen des Farns und des Bambus pflanzte, kümmerte ich mich um beide sehr gut. Ich gab ihnen Licht und Wasser. Und rasch wuchs der Farn aus der Erde. Sein schönes Grün bedeckte schon bald den Boden. Vom Bambussamen hingegen war keine Spur zu sehen. Aber ich gab ihn nicht auf.

Im zweiten Jahr wurde der Farn noch prächtiger. Vom Bambus sah ich wieder nichts. Doch ich gab ihn nicht auf. Im dritten Jahr war immer noch nicht zu sehen, doch ich gab nicht auf. Im vierten Jahr immer noch nichts, doch ich gab nicht auf.

Dann, im fünften Jahr, kam ein winziger Sprössling aus der Erde. Verglichen mit dem Farn nur ein Witz. Aber sechs Monate später war der Bambus über zehn Meter hoch gewachsen.

Ich hatte fünf Jahre gebraucht, um seine Wurzeln wachsen zu lassen. Die machten ihn stark und sorgten für sein Überleben.

Weißt Du, dass Du in all den Jahren des Kampfes ohne sichtbaren Erfolg in Wahrheit Deine Wurzeln hast wachsen lassen?

Vergleiche Dich nicht mit anderen. Der Bambus hatte eine andere Bestimmung als der Farn. Trotzdem machen beide den Garten schön.

Deine Zeit wird kommen. Du wirst hoch wachsen."

"Wie hoch sollte ich wachsen, Meister?", fragte die Frau.

"Wie hoch wird der Bambus wachsen?", fragte der Meister zurück.

"So hoch er kann?"

"Ja. Wachse einfach, so hoch wie Du kannst."

Gib nicht auf. Es warten noch gute Dinge auf Dich.

(Autor nicht gefunden - Geschichte hier gefunden)





Liebeserklärung

– – Ich gedachte,
Wie mit der Zeit sich stets der Kreis erweitert,
In dem ich sucht und fand mein reinstes Glück:
Wie manches neue kleine Wesen kam,
Das einen Platz erstrebte zwischen uns
Und ihn erhielt und jedes obendrein
Bei seinem Eintritt auch mein ganzes Herz,
Das ganze Jedes – henkt die Mathematik!
Denn immer noch ein ganzes bleibt mir übrig,
Es zu verschenken, wenn es wieder gilt.
Nicht protzen möcht ich, aber solcher Reichtum
Ist unerhört in meinen hohen Jahren.
Ich dank ihn euch, so seid mir denn bedankt,
Ihr Großen und ihr Kleinen, Fernen, Nahen.
Durch meiner Liebe, eurer Liebe Kraft
Begiebt an mir ein schönes Wunder sich:
"Die Kinderlose hat die meisten Kinder."

(Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916, österreichische Erzählerin)

Glück ist Glück

Glück hat bekanntlich verschiedene Facetten. Während die einen ihm ständig hinterherhecheln, fällt es anderen scheinbar einach zu. Glück kann man heute kaufen wie Semmeln in der Bäckerei. Alles verspricht glücklich zu machen. Dass der Schein trügt, wissen wir längst. Kaufen kann man sich weder Glück noch Zufriedenheit.

Und all die Glücksinternetseiten, die mit dem immer gleichen Gesülz: "ach, lass doch einfach los und mach mal was anderes..." kommen, bringen auch nichts Neues.

Wie wenn das so einfach wäre, wo wir uns doch in unseren "Moden" und Gewohnheiten suhlen und partout nicht aus der Komfortzone herausgerissen werden möchten.

Gewohnheiten geben Geborgenheit und Sicherheit. Das gibt Boden, das gibt Halt. Was gerade in schwierigen Zeiten, in persönlichen und äusseren Krisen nicht zu unterschätzen ist.

Und wie schön ist es, ich kann an einem lauen Sommerabend in mein Stammlokal und weiss, ich treffe den und die, und die sind auch immer dort. Man sitzt gemeinsam an einem Tisch oder findet Platz bei Leuten, die man schon immer gesehen hat, aber sich noch nie so richtig auf ein Gespräch eingelassen hat. An Sommerabenden ist Zeit für Neues. Ganz automatisch entwickeln sich neue Beziehungen. Einige nur für einen Abend, andere für länger.

Nichts der Welt kann Begegnungen und Gespräche ersetzen. Nichts in der Welt kann Geschichten ersetzen und schon gar nichts kann Beziehungen und Freundschaften ersetzen.

Glück ist, sich beziehen können.

(© Monika Minder)

Ich möchte nicht bestreiten, dass auch in der digitalen Welt Beziehung möglich ist. Mailfreundschaften haben ihren eigenen Charme, ihren Sinn und Wert. Früher schrieben wir Briefe von Hand und tauschten uns aus. Brieffreundschaften sind entstanden, die teils über Jahre hielten. Austausch in Mails können ebenso bereichernd, interessant und persönlich sein.

Was wären all die Klassiker ohne ihre Briefwechsel. Goethe, Schiller und Co. Ob wichtige digitale Briefe erhalten bleiben und später diesen Wert erhalten? Wir wissen es nicht.

Schreiben macht glücklich. Sich beziehen macht glücklich. Teilen macht glücklich. Miteinander macht glücklich... .

So einfach kann es doch sein. Und wenn wir uns gerade mal total langweilen und uns die Gewohnheiten nicht mehr wirklich schmecken, dann wissen wir selber, dass es Zeit ist für Veränderung.

Und oft wirken schon kleine Wechsel wahre Wunder. Als ich neulich in mein Stammlokal wollte, wie immer, und wie immer zur fast selben Zeit, spürte ich so ein bisschen ein übersättigtes Gefühl in mir. Eigentlich hatte ich auf Werner, Fritz, Hans, Christa und Sandra.... so gar keinen Bock. Also drehte ich meinen Wagen um und machte einen ausgiebigen Umweg. Zwar immer noch mit dem Ziel in mein Stammlokal zu gehen, aber von der anderen Seite her.

Auf dem Weg kam ich an einem anderen Lokal vorbei, das ich länger nicht mehr besucht hatte. Es war schön beleuchtet, die Leute sassen draussen, tranken Wein. Herrliche Düfte bezirzten mich und ein Italienferienmachengefühl berührte mein Herz..

Ich hielt an und setzte mich an einen leeren Tisch. Zuerst beobachtete ich die Menschen, hörte ein wenig zu. Die Bedienung brachte die Karte. Ich konnte gar nicht anders, Spaghetti, Salat und einen Wein. Mein Lieblingsitaliengericht. Mein Gott, wie lange war das her. Ich und Fredi, damals nach der Schule. Später mit Lisette und und und ... Wie schön, dass mich meine Urlaubserinnerungen wieder einmal erreichten.

Früher reiste man noch. Heute urlaubt man auf einer Touristenhochburg.

Ich hatte längst gegessen, mit tiefen Reiseerlebnissen aus jungen Tagen. Gitarrenklänge taten das ihre dazu, und es ging nicht lange, sass ich am Nebentisch und plauderte und sang mit Leuten, die ich noch nie gesehen hatte.

Es wurde spät. Ich ging mit einer Adresse eines netten älteren Herrn nach Hause, der mich beruflich kontaktieren wollte, mit alten und neuen Geschichten und ja, einem wirklich guten, lebendigen Gefühl.

Die täglich gleichen Jammereien meiner Kollegen mussten für einmal weichen und ja, das sollte man öfters tun. Ausbrechen aus dem Alltag oder einfach nur aus einer der vielen Gewohnheiten.

(© M.B. Hermann, 6. Juli 2017)

Glück ist nicht, was man kaufen kann, sondern wofür man sich öffnen muss.

(© Monika Minder)





Maikinder

Viele berühmte Menschen haben im Mai Geburtstag, wie zum Beispiel der Fussballer David Beckham, die Sängerin Adele, der geniale Musiker Johannes Brahms, der Schriftsteller Max Frisch, die Schauspielerin Inge Meysel, der Moderator Thomas Gottschalk, der deutsche Philosoph Karl Marx, der Schauspieler Clint Eastwood... und einige mehr.

Sehr gscheite Leute haben herausgefunden, dass Maikinder die glücklichsten und gesündesten seien. Das könnte zum einen an der Sonne liegen und am Vitamin D. Nur, dann wären alle Kinder des Südens glückliche Menschen. Wie das so ist mit Studien, irgendwo gibt es immer Haken.

Schlussendlich spielt doch die grösste Rolle, was wir aus unserem Leben machen, wie zufrieden wir sind mit dem, was wir haben und mit dem, was wir besonders gut können. Und wie wir dieses in die Welt hinaustragen, dieses Können.

Egal wie alt oder jung wir sind, Neues gibt es immer zu entdecken, und wenn es nur ein Blümchen auf der Wiese ist, ein spannendes Buch oder ein Lächeln, das uns geschenkt wird. Und sollte es gerade ein bisschen stiller sein, dann würde ich das als Luxus annehmen. Wie schön, sich einfach mal nur am Gewesenen zu freuen.

(© Artikel geschrieben von Beat Jan, 23. Mai 2017)

Das Schöne ist, man ist. Was ist und was gewesen ist, man schätzt und nicht vergisst.

(© Hanna Schnyders)

Mai

Und wenn auch hundert Jahr' ich
Noch zu leben hätt', ich würd' mich
Stets von neuem doch erquicken
An dem Mai und seinen Wundern.

(Joseph Victor von Scheffel, 1826-1886, deutscher Schriftsteller)

Die Natur braucht die Marienkäfer, Glück eine Hand am Weg.

(© Jo M. Wysser)

Ich liebe dich

Ich liebe dich, weil ich dich lieben muß;
Ich liebe dich, weil ich nichts anders kann;
Ich liebe dich nach einem Himmelschluß;
Ich liebe dich durch einen Zauberbann.

Dich lieb' ich, wie die Rose ihren Strauch;
Dich lieb' ich, wie die Sonne ihren Schein;
Dich lieb' ich, weil du bist mein Lebenshauch;
Dich lieb' ich, weil dich lieben ist mein Sein.

(Friedrich Rückert, 1788-1866, deutscher Schriftsteller)

> geboren im Mai

April - der Frühling kommt

Aber sowas von. Und wie er duftet, und wie man sich freut. Die ganze Welt scheint gut gelaunt. Die Vöglein zwitschern, die Katzen tanzen mit den Schmetterlingen um die Wette, der Hund schwänzelt dazu und die Sorgen fliegen mit dem grossen Luftballon am Himmel davon.

Man möchte die Welt umarmen, man möchte küssen und überhaupt, so verrückte Sachen machen, wie mit zwanzig. Was hat es auf sich, dass wir im Frühling so aufgedreht sind?

Es muss am Licht liegen. Gerade wenn das Wetter länger trüb war in der dunklen Jahreszeit, kann uns das ganz schön auf's Gemüt schlagen. Wecken uns die milderen Temperaturen und lachen uns ein paar Blüten und erste Blümchen ins Gesicht, ist das fast so, wie wenn ein inneres Licht angeknipst würde.

Licht regt alles an, jede noch so kleinste und verschollenste Zelle. Wer weiss, vielleicht sind die Südländer deshalb so temperamentvoll. Studien sollen jedenfalls sagen, dass bei den Bewohnern des Nordens in den langen dunklen Wintermonaten die Libido deutlich nachlasse. So genau wollen wir das gar nicht wissen, hauptsache wir überfordern uns nicht vor lauter Frühlingsgefühlen.

Denn irgendwie machen die ja auch müde. Frühlingsmüde. Gerade, wenn die Temperaturen schon mal auf über zwanzig Grad steigen wie jetzt gerade. Unter anderem soll das an der Schilddrüse liegen, die jetzt vermehrt arbeite, sagen Experten. Wahrscheinlich werden da diese Hormone erzeugt, die uns so kusslustig machen. Hi, hi...

Das braucht natürlich Energie. Folglich tun wir gut daran, uns eine Siesta zu gönnen. Egal zu welcher Tageszeit, das sogenannte Mittags-, Abends- oder Zwischendurchschläfchen ist gesund. Und nein, dafür muss man sich weder schämen noch ein schlechtes Gewissen haben. Ein Loblied sollte man darauf singen. Sie ist nämlich die einzig sinnvoll ausgefüllte Leerzeit.

Sie müssen nur den Stecker aus der Lasche ziehen...

(© Artikel geschrieben von Jo M. Wysser, 31. März 2017)


Heissluftballon im Abendlicht

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke=offline (Karten, Mails) gratis genutzt werden. > Nutzung Bilder

Bild-Text

Ich wollte dir manches vorräsonnieren.
Aber die Nacht ist wunderschön.
Der Himmel und die Luft umgibt mich
wie ein Wiegenlied, und da schweigt man lieber.

(Friedrich Hölderlin, 1770-1843)





Abseits

Es ist so still; die Heide liegt
Im warmen Mittagssonnenstrahle,
Ein rosenroter Schimmer fliegt
Um ihre alten Gräbermale;
Die Kräuter blühn; der Heideduft
Steigt in die blaue Sommerluft.

Laufkäfer hasten durchs Gesträuch
In ihren goldnen Panzerröckchen,
Die Bienen hängen Zweig um Zweig
Sich an der Edelheide Glöckchen,
Die Vögel schwirren aus dem Kraut -
Die Luft ist voller Lerchenlaut.

Ein halbverfallen niedrig Haus
Steht einsam hier und sonnbeschienen;
Der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
Behaglich blinzelnd nach den Bienen;
Sein Junge auf dem Stein davor
Schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.

Kaum zittert durch die Mittagsruh
Ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;
Dem Alten fällt die Wimper zu,
Er träumt von seinen Honigernten.
- Kein Klang der aufgeregten Zeit
Drang noch in diese Einsamkeit.

(Theodor Storm, 1817-1888, deutscher Jurist, Dichter und Novellist)

Erquicklich ist die Mittagsruh,
nur kommt man oftmals nicht dazu.

(Wilhelm Busch, 1832-1908)

März Geburtstagskinder

Der Frühling ist für viele Menschen die liebste Jahreszeit. Schon Anfang März sind die längeren Tage spürbar. Und wenn auch die Sonne nicht immer scheint, man hört die Vöglein zwitschern und die Blümchen wach werden.

Der Zauber des Anfangs küsst alle Sinne wach.

(Monika Minder)

In der Tat erwachen Frühlingsgefühle und alles sieht ein bisschen fröhlicher aus. Ein paar Schneeglöckchen oder Tulpen in eine Vase gestellt und schon holen wir uns den Frühling in die Wohnung. Ein Bild an der Wand reicht auch, um unsere Sehnsucht zu stillen.

Zeit für Spaziergänge, Familienausflüge, Radtouren... oder einfach nur Sein und in die Sonne blinzeln.

Der Frühling hat seine Magie. Er berührt uns in der Seele. Sogar der Frühlingsputz reinigt nicht nur aussen.

Wer im März Geburtstag hat, wird diese Zeit womöglich bewusster wahrnehmen und noch intensiver geniessen.

Was schenkt man einem März-Geburtstagskind?

Bei Frauen ist es relativ einfach. Blumen, Blumen und nochmals Blumen. Vielleicht gibt es in Ihrem Garten erste Tulpen. Damit lässt sich ein wunderschönes Sträusschen binden. Schleife umbinden, Kärtchen mit schönem Gedicht oder Spruch dazu, mit Liebe und von Hand geschrieben.... Was braucht es mehr als ein bisschen Zeit.

Und übrigens, am 8. März ist internationaler Frauentag. Auch an diesen "Geburtstag" sollte man sich erinnern.

Ich gebe es nur ungern zu, aber bei Männergeschenken bin ich meist ratlos. Gut, bei nasskaltem Wetter wäre ein Wellness-Wochenende vielleicht die Rettung. Zumal Frau sich daran auch erfreuen kann.

Spiessig wie das gemeinsame Nachtessen, denken Sie. Jo...!

Dann schenken Sie Ihrem Liebsten doch einfach Ihre geheimste Phantasie. Bei aller Spiessigkeit der Welt, wäre das ja mal ein Anfang. Und jetzt, wo der Frühling ruft... .

Denn, es kann nichts Schöneres geben, als sich ein bisschen hinzugeben und ausserhalb des Internets wieder echtes Leben zu leben.

(© Artikel geschrieben von Hanna Schnyders, 27. Febr. 2017)

Ein Gedicht

Du fragst, wozu das Küssen tauge

Du fragst, wozu das Küssen tauge,
Und was es eigentlich will sagen?
Um sich zu blicken Aug' in Auge,
Und Seel' um Seele zu befragen.

Wenn Auge sich in Auge spiegelt
Und sich zu Seele Seele findet,
Dann wird im Kusse rasch besiegelt,
Was treue Herzen ewig bindet.

Drum willst du je dich küssend neigen,
So giebt es Eines, das bedenke:
Daß leis in andachtvollem Schweigen
Auch Seele sie in Seele senke.

Wo nur die Lippen sich berühren,
Da wirst du bald verschmachten müssen;
Der Liebe Wonnen ganz zu spüren,
O lerne mit der Seele küssen!

(Robert Prutz, 1816-1872, deutscher Schriftsteller)

Frühlings-Geschenk:

Wünsche vor ... 30, 40, 50, 60...

Machen Sie sich eigentlich Gedanken darüber, was Sie bis zum nächsten runden Geburtstag gemacht, erlebt, in Angriff... genommen haben möchten?

Einen Yoga- oder Nähkurs, ein Instrument lernen, einen Blog schreiben, eine Fremdsprache lernen, ins Theater gehen, ein Restaurant eröffnen, eine coole Mottoparty veranstalten oder trivialer, mal wieder richtig schön aufräumen und Möbel umstellen oder...

.... einfach nur mal die Welt retten...

Manche Wünsche sind leicht umzusetzen, wenn wir tun, statt nur wollen, wie Goethe sagte. Andere tragen wir vielleicht aus der Kindheit als grossen Traum in uns. Vielleicht wollten wir Prinzessin werden oder Astronaut, Schauspieler, Sängerin oder Tänzerin, und unbewusst sind unsere Energien in diese Richtung gelaufen, wenn wir Mode-Verkäuferin oder Hobbypilot geworden sind, im Verein singen oder Theater spielen, in einer Tanzformation mitmachen...

Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen. Vorboten dessen, was wir zu leisten im Stande sein werden. Was wir können und möchten stellt sich unserer Einbildungskraft ausser uns und in der Zukunft dar; wir fühlen eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im Stillen besitzen. So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausgreifen das wahrhaft Mögliche in ein erträumtes Wirkliches.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)

Wie älter wir werden, wie häufiger kommen die Ausreden. Als Kind in der Unterstufe wollte ich unbedingt Handharmonika spielen lernen. Was ich tatsächlich durfte. Instrument und Unterricht kosteten viel Geld, und deshalb war das durchaus nicht selbstverständlich.

Als ich mit etwa vierzehn nach einer Gitarre schrie und die Handharmonika auf den Estrich verfrachtete, waren meine Eltern denn auch nicht wirklich erfreut.

Der Ruf nach einer Gitarre wurde folglich nicht erhört. Es musste aber unbedingt eine Gitarre sein, denn die neu entstandene Vorliebe für Pop und Rockmusik konnte ich damals so gar nicht in Einklang bringen mit einer Handharmonika.

So blieb das Thema liegen. Nicht ganz, ich träumte den Traum einfach weiter und kaufte mir irgendeines Tages, es war viel Zeit vergangen, eine Gitarre. Ich war schon über 50 und es war gut.

Der richtige Zeitpunkt wird kommen, und wenn es wirklich in uns drinnenn ganz fest drängt, dann muss man ihn beim Schopf packen.

Es war an einem Vorfrühlingstag, ich weiss es noch ganz genau. Ich sah diese Werbung im Internet und schwupps, schon hatte ich die Probelektion bestellt. Eine Gitarre stand schon länger im Schrank und diese wartete nur darauf, in Aktion treten zu können.

Noch bevor ich die Probelektion durchgearbeitet hatte, wusste ich, das ist es. Und so war es. Der Kurs ist absolut empfehlenswert. Aber schauen Sie doch einfach selber:

> Fernkurse Gitarre und Klavier


Und wer weiss, vielleicht spielen Sie an Ihrem nächsten runden Geburtstag Ihren Gästen bereits den ersten Song vor.

Gitarrenset kaufen


Ich lass es mir nicht ausreden. Glückseligkeit ist in, ausser, neben uns, durch uns und ohne uns zu finden.

(Rahel Varnhagen von Ense, 1771-1833)

(© Artikel geschrieben von Jo M. Wysser)

Zum neuen (Lebens) - Jahr

Das alte Jahr abgewetzt, wie Hände aus Schmirgelpapier faltet es sich in die letzten Stunden. Die Uhren schlagen Bedenkzeit. Doch worüber sollen wir noch nachdenken, wo uns alles vor die Augen "genewst" wird und wir so tun, als wenn wir längst alles wissen?

Scheinen ist das neue Sein.
(© Monika Minder)

Blender sind wir geworden. Wichtigtuer. Sogar schneien müssen wir. Die Gier geht um, nicht nur nach materiellen Gütern, mehr noch nach Aufmerksamkeit. Was ist passiert? Wo haben wir uns verloren, wir, die Aufmerksamkeit und ich? Und was haben wir dabei alles verloren?

Aufmerksamkeit ist das Leben.
(Goethe, 1749-1832)

Wo wir auf den Sternen reiten und den Himmel nicht mehr sehen und doch nicht jünger werden mit den Jahren. Kann es da schaden, uns selber, unseren ureigensten Bedürfnissen ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, statt nur zu fordern, zu blenden, zu scheinen...?

Die schlimmste und verbreiteste Krankheit, die uns alle, unsere Literatur, unsere Erziehung, unser Verhalten zueinander durchseucht, ist die ungesunde Sorge um den Schein.
(Walt Whitman, 1819-1892)

Weihnachtsfeste sind im Gegensatz zu Geburtstagen etwas anders. Es geht um alle und nicht um uns selber. Obwohl die Übertrumpfung der Geschenke, mmh.... Meist ist es ja doch nur ein Tauschgeschäft. Schenken sollte selbstlos sein und ohne Erwartung.

Ich sehe, da haben wir noch einiges zu lernen.

Ich wünsche Ihnen völlig selbstlos ein gesundes und zufriedenes neues Jahr. Und denken Sie daran:

Für Zufriedenheit muss ich etwas tun. Zufriedenheit finden wir in der Leidenschaft.
Was wir leidenschaftlich tun, erfüllt.
(© Jo M. Wysser)

(© Artikel geschrieben von M.B. Hermann)


Licht und Nebel mit Baum

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke=offline (Karten, Mails) kostenlos genutzt werden. > Nutzung Bilder

Erlebnisse aufschreiben

Man müsste wieder viel mehr aufschreiben. Ich meine Erlebnisse, die man mit lieben Menschen geteilt hat...

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Der Herbst erzählt sein Lied

Auch die Sonnenblumen müssen sterben. Wie wenn wir's nicht längst wüssten...

... ganzer Artikel lesen

Die Sache mit dem Sinn des Lebens, den Geburtstagen und der Geduld...

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Die einen feiern grosse Feste, andere kleine oder gar keine. Fakt ist, es gibt ihn einfach diesen Tag der Geburt. Geburtstag ist, weil wir auf der Welt sind. Oder umgekehrt...

... ganzer Artikel lesen

Wie alles schrumpft

Wo Hautzellen nicht mehr spannen und die Antworten lachen, wo Bäume schrumpfen und Häuser wachsen, wo Blätter nicht mehr vom Frühling erzählen und grün immer noch nicht das neue Rot ist, lernen wir nur nicken....

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Geburtstagskind Weihnachtskind

Um die Weihnachts- oder Neujahrszeit Geburtstag haben, ist schon besonders. Fällt der Geburtstag direkt auf den Weihnachtstag oder auf Silvester, ist das schon sehr speziell. Für Eltern wie für Kinder...

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