Der Herbst des Lebens

Der Herbst ist immer unsere beste Zeit, sagte schon Johann Wolfgang von Goethe, und der muss es ja wissen. Denn ...

... der Herbst erzählt sein Lied

Auch Sonnenblumen müssen sterben. Wie wenn wir's nicht längst wüssten. Wolkentürme schwärmen derweil neben stahlblauem Himmel von Veränderung. Mein Blick bleibt an ihnen hängen. Wie Blumenkohl vertupfen sie das Bild.

Ich weigere mich die Hoffnung aufzugeben. Manche Nacht schlug schon Wunden und quälte und doch zog immer wieder Friede ins Herz. Wir sind vergangen und vergehen uns. Wir schwimmen auf dem Rücken, lernen dies und das und doch fehlt es an so vielen Worten. Rechtzeitig ausgesprochen, im passenden Ton.

Die Blüten verneigen sich beinahe schalkhaft, wippen hin und her, wie wenn sie sagen möchten: dies und jenes geht noch und das Wahre brauchte schon immer seine Zeit.

Zeit als Geduld, jetzt, wo die Tage in die Abende münden und uns ein Spektrum an Chancen, Möglichkeiten und Ressourcen offenbaren. Die Jahreszeiten können wir nicht beeinflussen, aber die Zeit, in der wir gerade sind.

Wie tröstllich, und wie die Wolkentürme mich plötzlich anlächeln. Ich spüre, wie wichtig sie sind, jetzt, wo die Reisen allmählich nach innen führen.

(© Artikel geschrieben von Monika Minder)


Lang ist
Die Zeit, es ereignet sich aber
Das Wahre.

(Hölderlin, 1770-1843)

S P R U C H
Wenn unser Leben sich neigt, dann sollen wir sein wie die Bäume des Herbstes, voll reifer Früchte.

(Johann Heinrich Pestalozzi, 1746-1827)

Die Laubhütte, ein Gedicht

Sei mir gegrüßt, du Holde,
In deinem grünen Zelt!
Hier seh' ich erst dich blühen,
Hier blühet deine Welt.

Mir ist's, als ob ich träte
In ein gelobtes Land,
Als hätten sich die Schritte
Der Zeiten umgewandt.

Entlaubt sind unsre Bäume,
Verblüht ist unser Feld:
Hier seh' ich Lenz und Sommer
Als Brüder froh gesellt.

Der Herbst auch ist gezogen
In dieses schöne Haus,
Und sucht für seine Früchte
Sich Blumenstengel aus.

So prüfen Duft und Schimmer
Wetteifernd ihre Macht:
Es flammen hohe Kerzen
Wie Sterne durch die Nacht.

Und aus den blanken Becken
Steigt Weihrauch stolz empor:
Da trauert manche Rose,
Die ihren Duft verlor.

Du siehst mich an, Geliebte,
Und mir versagt das Wort:
Du wirst mich nicht verstehen
An diesem Zauberort.

Wie solltest du mir folgen
In trübe, kalte Luft,
Aus deinem Vaterlande
Voll Gluth und Glanz und Duft?

(Wilhelm Müller 1794-1827, deutscher Dichter)





Ahme den Gang der Natur nach. Ihr Geheimnis ist Geduld.

(Ralph Waldo Emerson, 1803-1882)

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